Melonen Samen - Zuckermelonen und Wassermelonen selbst anbauen

Melonen verbinden sommerliche Süße mit einer überraschenden Vielfalt an Formen, Farben und Aromen. Zur Familie der Kürbisgewächse gehören sowohl Zuckermelonen als auch Wassermelonen, botanisch sind es jedoch zwei unterschiedliche Kulturarten. Mit passenden Sorten, viel Wärme und einem geschützten Standort lassen sich Melonen auch in Mitteleuropa erfolgreich anbauen und vollreif aus dem eigenen Garten ernten.

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Zuckermelone und Wassermelone sind botanisch verschieden

Zuckermelonen gehören zur Art Cucumis melo. Zu ihnen zählen unter anderem Charentais-, Cantaloupe-, Netz-, Galia- und Honigmelonen. Wassermelonen gehören dagegen zur Art Citrullus lanatus. Beide sind einjährige, rankende Pflanzen aus der Familie der Kürbisgewächse, unterscheiden sich aber deutlich in Herkunft, Wärmebedarf, Fruchtentwicklung und Kultur.

Gerade bei der Sortenwahl lohnt sich deshalb ein genauer Blick. Zuckermelonen sind unter mitteleuropäischen Bedingungen meist etwas einfacher zu kultivieren, während Wassermelonen besonders viel Wärme benötigen und von einem geschützten Standort stark profitieren.

Melonen brauchen vor allem Wärme

Für eine gute Entwicklung benötigen Melonen viel Sonne, warme Böden und möglichst geschützte Bedingungen. Nicht allein die frostfreie Zeit entscheidet über den Erfolg, sondern die gesamte Wärmesumme des Sommers. Warme Tage und milde Nächte fördern Wachstum, Fruchtentwicklung und Zuckerbildung.

Ein sonniges Beet vor einer geschützten Wand, ein Hochbeet, ein Folientunnel oder ein Gewächshaus können deshalb einen deutlichen Unterschied machen. Besonders Wassermelonen entwickeln sich unter Schutz meist zuverlässiger als im offenen Freiland.

Frühe Sorten sind für Mitteleuropa besonders interessant

Für den Hausgarten sind frühe und eher kleinfrüchtige Sorten meist die beste Wahl. Sie benötigen weniger Zeit bis zur Reife und können die vergleichsweise kurze warme Jahreszeit besser ausnutzen. Große, spätreifende Sorten bleiben in kühlen oder verregneten Sommern dagegen häufiger hinter den Erwartungen zurück.

Bei Zuckermelonen sind frühe Charentais- und kleinfrüchtige Typen besonders interessant. Bei Wassermelonen bieten kompaktere Sorten mit geringerer Fruchtgröße bessere Chancen auf voll ausgereifte Früchte.

Rankende Starkzehrer mit großem Platzbedarf

Melonen wachsen kräftig und bilden lange Triebe, die sich über den Boden ausbreiten oder im geschützten Anbau an Rankhilfen geführt werden können. Als Starkzehrer benötigen sie einen nährstoffreichen, humosen und gut durchlässigen Boden sowie eine gleichmäßige Wasserversorgung.

Staunässe mögen sie ebenso wenig wie kalte, verdichtete Böden. Besonders im Frühjahr profitieren die Pflanzen von einem rasch erwärmbaren Standort und einer guten Bodenstruktur.

Ohne Bestäubung keine Melonen

Melonen bilden männliche und weibliche Blüten an derselben Pflanze. Für die Entwicklung der Früchte muss Pollen auf die weiblichen Blüten übertragen werden. Im Freiland übernehmen das meist Bienen und andere Insekten.

Im geschlossenen Gewächshaus oder Folientunnel ist deshalb darauf zu achten, dass Bestäuber Zugang zu den Blüten haben. Bei Bedarf kann die Bestäubung auch vorsichtig von Hand unterstützt werden.

Vollreif geerntet schmecken Melonen besonders aromatisch

Der richtige Erntezeitpunkt ist für den Geschmack entscheidend. Viele Zuckermelonen entwickeln bei voller Reife einen intensiven Duft und lösen sich je nach Sorte leichter vom Stiel. Bei Wassermelonen sind unter anderem die Färbung der Auflagefläche, eine eintrocknende Ranke am Fruchtansatz und die sortentypische Entwicklungszeit wichtige Hinweise.

Wer Melonen selbst anbaut, kann die Früchte genau dann ernten, wenn sie ihre beste Reife erreicht haben. Gerade darin liegt einer der größten Reize der eigenen Kultur: voll entwickelte Früchte direkt aus dem Garten, Gewächshaus oder Folientunnel.



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Melonen aussäen und kultivieren

Melonen werden in Mitteleuropa am besten vorgezogen, damit die wärmeliebenden Pflanzen möglichst früh in die Saison starten können. Für die Vorkultur eignet sich meist der April. Die Samen werden einzeln etwa 1,5 bis 2 cm tief in kleine Töpfe mit lockerem Aussaatsubstrat gelegt und bei gleichmäßiger Wärme gehalten.

Für die Keimung sind Temperaturen von etwa 24 bis 28 °C günstig. Nach dem Auflaufen benötigen die Jungpflanzen sehr viel Licht, damit sie kompakt und kräftig wachsen. Da Melonen empfindlich auf Wurzelstörungen reagieren, sollte möglichst direkt in einzelne Töpfe gesät und unnötiges Pikieren vermieden werden.

Nach den letzten Frösten können die Pflanzen schrittweise abgehärtet und an einen sehr sonnigen, warmen und windgeschützten Standort gesetzt werden. Ein Gewächshaus, Folientunnel oder geschütztes Südbeet verbessert die Erfolgschancen deutlich. Besonders Wassermelonen profitieren von zusätzlicher Wärme.

Melonen benötigen einen nährstoffreichen, humosen und gut durchlässigen Boden sowie eine gleichmäßige Wasserversorgung. Staunässe und dauerhaft kalte Böden sollten vermieden werden.

Häufige Fragen zu Melonen Samen

Wann sollte man Melonen Samen aussäen?

Für die Vorkultur eignet sich meist der April. So haben die Pflanzen genügend Zeit, sich vor dem Auspflanzen kräftig zu entwickeln, ohne in den Töpfen zu groß zu werden.

Wie lange brauchen Melonen Samen zum Keimen?

Bei ausreichend hohen Temperaturen keimen Melonen meist innerhalb weniger Tage bis etwa zwei Wochen. Die genaue Keimdauer hängt von Sorte, Saatgut und Temperatur ab.

Welche Temperatur brauchen Melonen Samen zum Keimen?

Für Zuckermelonen und Wassermelonen sind Temperaturen von etwa 24 bis 28 °C günstig. Wärme im Wurzelbereich unterstützt eine schnelle und gleichmäßige Keimung.

Kann man Melonen direkt ins Freiland säen?

Unter mitteleuropäischen Bedingungen ist die Vorkultur meist deutlich sicherer. Eine Direktsaat ist nur an sehr warmen Standorten und bei ausreichend erwärmtem Boden sinnvoll, da Melonen empfindlich auf Kälte reagieren.

Wann dürfen Melonen ins Freiland?

Melonen sollten erst nach den letzten Frösten ausgepflanzt werden, wenn auch die Nächte zuverlässig mild sind. Je nach Region ist Ende Mai oder Anfang Juni meist ein geeigneter Zeitpunkt.

Kann man Melonen in Deutschland anbauen?

Ja. Besonders frühe und kleinfrüchtige Sorten können auch in Deutschland gute Erträge bringen. Ein sehr warmer Standort oder ein geschützter Anbau im Gewächshaus beziehungsweise Folientunnel verbessert die Chancen deutlich.

Was ist einfacher anzubauen: Zucker- oder Wassermelone?

Zuckermelonen sind unter mitteleuropäischen Bedingungen meist etwas einfacher zu kultivieren. Wassermelonen benötigen in der Regel mehr Wärme und profitieren besonders stark von einem geschützten Standort.

Brauchen Melonen viel Sonne?

Ja. Melonen gehören zu den wärme- und lichtbedürftigsten Gemüsekulturen. Ein vollsonniger, windgeschützter Standort ist entscheidend für kräftiges Wachstum, Fruchtansatz und Aroma.

Brauchen Melonen eine Rankhilfe?

Nicht zwingend. Im Freiland können die Triebe über den Boden wachsen. Im Gewächshaus oder Folientunnel lassen sich besonders Zuckermelonen auch platzsparend an Schnüren oder Rankhilfen aufleiten.

Müssen Melonen von Hand bestäubt werden?

Im Freiland übernehmen meist Bienen und andere Insekten die Bestäubung. Im geschlossenen Gewächshaus kann eine Handbestäubung sinnvoll sein, wenn nur wenige Bestäuber Zugang zu den Blüten haben.

Wie erkennt man männliche und weibliche Melonenblüten?

Weibliche Blüten besitzen direkt hinter der Blüte einen kleinen verdickten Fruchtknoten, der bereits wie eine winzige Melone aussieht. Männliche Blüten sitzen dagegen an einem normalen dünnen Blütenstiel.

Wie viele Früchte sollte eine Melonenpflanze tragen?

Das hängt von Sorte, Wuchskraft und Wärmeangebot ab. Bei kleinfrüchtigen Zuckermelonen können mehrere Früchte ausreifen, während bei Wassermelonen unter mitteleuropäischen Bedingungen oft nur wenige Früchte pro Pflanze sinnvoll sind.

Wie erkennt man, dass eine Melone reif ist?

Die Reifezeichen unterscheiden sich zwischen Zucker- und Wassermelonen. Zuckermelonen entwickeln häufig einen intensiven Duft und verändern ihre Schalenfarbe. Bei Wassermelonen sind unter anderem eine gelbliche Auflagefläche und das Eintrocknen einer Ranke nahe dem Fruchtstiel hilfreiche Hinweise.

Kann man aus Melonen eigenes Saatgut gewinnen?

Bei samenfesten Sorten ist das grundsätzlich möglich. Zuckermelonen können sich jedoch untereinander verkreuzen, ebenso Wassermelonen mit anderen Wassermelonensorten. Wer sortenreines Saatgut gewinnen möchte, muss deshalb eine Fremdbestäubung verhindern.