Aussaat und Pflege der Kokardenblume 'Bremen'
Die Vorkultur kann ab März bis April im Haus oder Gewächshaus beginnen. Die Samen sind Lichtkeimer und werden deshalb auf lockere, gut durchlässige Anzuchterde gestreut, leicht angedrückt und höchstens hauchdünn mit Erde oder Sand bedeckt. Bei etwa 15 bis 20 °C keimen sie meist innerhalb von 14 bis 21 Tagen. Das Substrat während der Keimphase gleichmäßig feucht halten, aber nicht vernässen.
Ab Mai, sobald keine stärkeren Fröste mehr zu erwarten sind, ist auch eine Direktsaat ins Freiland möglich. Dafür ein lockeres, unkrautfreies Saatbett vorbereiten, die Samen oberflächlich ausbringen, leicht andrücken und nur sehr dünn bedecken. Nach dem Auflaufen die Jungpflanzen auf etwa 30 bis 40 cm Abstand vereinzeln.
Vorgezogene Jungpflanzen können nach den Eisheiligen ins Freiland gesetzt werden. 'Bremen' bevorzugt einen vollsonnigen Standort mit lockerem, gut durchlässigem, sandig-lehmigem Boden. Schwere Böden sollten mit Sand oder feinem Kies verbessert werden, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Staunässe ist besonders im Winter zu vermeiden.
Nach dem Anwachsen ist die Kokardenblume gut trockenheitsverträglich und kommt mit mäßigen Wassergaben aus. Eine zurückhaltende Düngung ist meist ausreichend. Zu nährstoffreiche Böden oder starke Düngung können zu weicherem Wuchs und einer geringeren Blühfreude führen.
Ein handhoher Rückschnitt im Spätsommer oder Herbst unterstützt die Bildung kräftiger Überwinterungsknospen und fördert einen kompakten Neuaustrieb im folgenden Jahr. 'Bremen' ist in Mitteleuropa gut winterhart und wird etwa der USDA-Winterhärtezone 6 zugeordnet. In exponierten Lagen kann ein leichter Schutz mit Reisig oder Mulch sinnvoll sein.