Zinnien – leuchtende Sommerblumen mit außergewöhnlicher Farbenvielfalt

Zinnien (Zinnia elegans) sind farbenfrohe, einjährige Sommerblumen, die mit ihrer intensiven Leuchtkraft und langen Blütezeit begeistern. Ihre großen, markanten Blütenköpfe setzen kräftige Akzente im Beet und machen Zinnien zu einer der auffälligsten Sommerblumen für sonnige Gärten.

weiterlesen

Zinnien stammen ursprünglich aus Mexiko und lieben warme, sonnige Standorte. Sie bevorzugen nährstoffreiche, gut durchlässige Böden und reagieren empfindlich auf Staunässe. Bei passenden Bedingungen wachsen sie kräftig, verzweigen sich gut und blühen zuverlässig bis in den Herbst hinein.

Die Sortenvielfalt reicht von niedrigen, kompakten Formen bis zu hochwachsenden Zinnien mit Blütenständen in Weiß, Gelb, Orange, Rot, Rosa oder Violett. Je nach Sorte erreichen die Pflanzen Wuchshöhen von etwa 20 bis 100 cm und eignen sich sowohl für Beete als auch für die Kultur in größeren Gefäßen.

Zinnien sind klassische Schnittblumen. Regelmäßiges Schneiden fördert die Bildung neuer Knospen und verlängert die Blütezeit deutlich. Auch für bunte Sommersträuße sind sie hervorragend geeignet.

Die Pflanzen lassen sich leicht aus Samen ziehen und erhalten sich an geeigneten Standorten gelegentlich durch Selbstaussaat.


Aussaat von Zinnien

Zinnien sind Warmkeimer und werden ausgesät, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Die Direktsaat ins Freiland erfolgt ab Mitte April bis Mai. Alternativ ist eine Vorzucht ab März möglich, um eine frühere Blüte zu erreichen.

Die Samen werden flach ausgesät, nur leicht mit Erde bedeckt und gleichmäßig feucht gehalten. Die Keimung erfolgt bei Temperaturen zwischen etwa 18 und 25 °C innerhalb von fünf bis zehn Tagen. Nach dem Auflaufen werden die Pflanzen auf einen Abstand von etwa 25 bis 30 cm vereinzelt.


Artikel 1 - 4 von 4

Wissenswertes zu Zinnien

Zinnien bilden große Blütenkörbe, die aus zahlreichen Röhren- und Zungenblüten bestehen. Je nach Sorte können diese einfach, halbgefüllt oder stark gefüllt erscheinen. Das dunklere Zentrum vieler Sorten verstärkt den Kontrast der Blütenfarben.

Die Pflanzen werden regelmäßig von Bienen und Schmetterlingen besucht. Trotz vergleichsweise geringem Nektargehalt wirken Zinnien durch ihre Masse an Blüten besonders attraktiv auf Insekten.

Zinnien sind robust, hitzeverträglich und eignen sich gut für sonnige Lagen. Bei der Pflege empfiehlt es sich, beim Schneiden Handschuhe zu tragen, da Pflanzensäfte bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen können.


Wissenswertes zu den Samen der Zinnien

Die Samen der Zinnien (Zinnia elegans) sind flach, dreikantig und oft mit behaarten Resten der Blüten versehen. Diese dienen der natürlichen Verbreitung durch Wind. Bei kühler, trockener Lagerung bleiben die Samen etwa drei bis fünf Jahre keimfähig.

Zinnien neigen zur Selbstaussaat und können im Garten eine stabile Saatbank bilden. Nach Bodenstörungen keimen die Samen häufig in größerer Zahl, was zu spontanen Nachkommen führen kann.

Die Samen enthalten natürliche Pflanzenstoffe wie Sesquiterpenlactone und geringe Mengen Nikotin. Diese Stoffe wirken für Insekten teilweise abschreckend, spielen im Gartenbau jedoch keine praktische Rolle.

Neben der heute gebräuchlichen Bezeichnung Zinnien leitet sich der Name der Pflanze vom Botaniker Johann Gottfried Zinn ab, nach dem die Gattung im 18. Jahrhundert benannt wurde.