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Ein abgeerntetes Beet ist kein Ende, sondern eine Einladung. Wer im Sommer regelmäßig kleine Mengen nachsät, kann über viele Wochen hinweg frische Kräuter, Salate und Gemüse ernten — im Garten, Hochbeet oder auf dem Balkon.
Ein Topf Basilikum, eine sonnenwarme Tomate, eine krumme Karotte aus der Erde: Selbstversorgung muss nicht perfekt sein. Sie beginnt klein — und verändert doch unseren Blick auf Lebensmittel, Natur und das, was uns wirklich nährt.
Ethnobotanik muss nicht in fernen Weltregionen beginnen. Sie beginnt oft direkt vor der Haustür – im Kräuterbeet, am Wegrand, im Bauerngarten oder sogar zwischen Pflasterritzen. Denn ethnobotanisch interessant sind nicht nur exotische Ritualpflanzen oder seltene Kulturpflanzen aus anderen Kontinenten. Auch viele heimische oder seit Jahrhunderten eingebürgerte Gartenpflanzen erzählen davon, wie Menschen mit Pflanzen gelebt haben: wie sie heilten, würzten, färbten, räucherten, lagerten, trockneten und beobachteten.