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Zauberpflanzen erzählen von Schutz und Heilung, von Traum und Gefahr, von Mythos, Dosis und der alten Erfahrung, dass manche Pflanzen mehr mit uns machen als andere. Manche Pflanzen tragen seit Jahrhunderten einen besonderen Ruf. Sie wurden zu Festtagen gesammelt, an Türen gehängt, in Kräuterbüschel gebunden oder in Geschichten mit Schutz, Heilung und Segen verbunden. Andere galten als unheimlich, verführerisch oder gefährlich – als Pflanzen der Hexen, der Seherinnen, der Trance und des Grenzwissens.
Wer heute gärtnert, sucht oft mehr als nur Ertrag oder schöne Blüten. Viele Menschen sehnen sich nach einem lebendigeren, achtsameren Verhältnis zur Natur. Genau hier beginnt die Ethnobotanik: Sie schaut auf Pflanzen nicht nur als Nutzobjekte, sondern als Begleiter des Menschen – als Nahrung, Heilmittel, Duft, Schutz, Symbol und Erinnerung.
Traditionell werden Samen zunächst dicht an dicht in Schalen ausgesät und nach der Keimung in kleine Töpfchen oder Multitopfplatten umgepflanzt. Dieser Vorgang heißt "Pikieren".
Viele mehrjährige Stauden wachsen über die Jahre zu beeindruckenden Pflanzenhorsten heran. Doch irgendwann zeigt sich ein typisches Bild: In der Mitte wird die Pflanze kahl, die Blüte nimmt ab, und insgesamt wirkt sie weniger vital. Kein Grund zur Sorge – ganz im Gegenteil: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt gekommen, die Staude zu teilen.