Lexikon
Trauermücken
Trauermücken
Trauermücken (Sciaridae) sind kleine, dunkel gefärbte Fliegen, die vor allem in Blumentöpfen, Anzuchterde und feuchten Substraten auftreten. Die erwachsenen Tiere sind meist harmlos, ihre Larven können jedoch jungen Pflanzen erheblich schaden.
Die Larven leben im Boden und ernähren sich von organischem Material, feinen Wurzeln und Keimlingen. Besonders gefährdet sind Jungpflanzen, Stecklinge und frisch ausgesäte Pflanzen, deren Wurzelsystem noch nicht vollständig entwickelt ist.
Typische Anzeichen für einen Befall mit Trauermücken sind:
- kleine schwarze Fliegen, die aus der Erde aufsteigen
- kümmernder Wuchs oder plötzliches Welken junger Pflanzen
- schlechte Keimung bei Aussaaten
- fraßgeschädigte oder abgestorbene Feinwurzeln
Trauermücken treten besonders häufig bei dauerhaft feuchter Erde auf. Staunässe, organisch stark angereicherte Substrate und übermäßiges Gießen begünstigen ihre Vermehrung.
Zur Vorbeugung ist es wichtig, die Erde zwischen den Wassergaben gut abtrocknen zu lassen und auf strukturstabile, hochwertige Substrate zu achten. Bei starkem Befall können biologische Maßnahmen wie Nützlinge oder mechanische Barrieren helfen, die Population einzudämmen.