Lexikon
Stickstoff (N)
Stickstoff ist einer der wichtigsten Pflanzennährstoffe und spielt eine zentrale Rolle für das Wachstum von Blättern und Trieben. Er ist ein Hauptbestandteil von Proteinen, Enzymen und dem Blattgrün (Chlorophyll) und damit entscheidend für die Photosynthese.
Pflanzen nehmen Stickstoff überwiegend über die Wurzeln aus dem Boden auf. Dort liegt er vor allem in Form von Nitrat oder Ammonium vor, die durch natürliche Abbauprozesse im Boden entstehen. Organische Substanzen wie Pflanzenreste, Kompost oder Mist werden von Bodenorganismen zersetzt und setzen dabei pflanzenverfügbaren Stickstoff frei.
Einige Pflanzen, insbesondere Leguminosen wie Erbsen, Bohnen oder Klee, können Stickstoff zusätzlich indirekt aus der Luft nutzen. Sie gehen eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein, die Luftstickstoff binden und für die Pflanze verfügbar machen.
Ein ausreichendes Stickstoffangebot sorgt für kräftiges, grünes Wachstum und eine gute Entwicklung der oberirdischen Pflanzenteile. Besonders Blattgemüse und stark wachsende Pflanzen haben einen hohen Stickstoffbedarf.
Typische Anzeichen eines Stickstoffmangels sind:
- ✔ blassgrüne bis gelbliche Blätter
- ✔ schwaches, langsames Wachstum
- ✔ frühzeitiges Vergilben älterer Blätter
Eine Überversorgung mit Stickstoff kann dagegen zu starkem Blattwachstum führen, während Blüten- und Fruchtbildung zurückbleiben. Zudem werden Pflanzen anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.