Lexikon

Kaltkeimer

Kaltkeimer sind Pflanzen, deren Samen eine längere Kälteperiode benötigen, um ihre Keimruhe zu durchbrechen. Erst durch mehrere Wochen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt (etwa 0 bis +5 °C) werden im Samen Stoffe abgebaut, die die Keimung hemmen.

Diese Anpassung verhindert, dass die Pflanzen bereits im Herbst keimen und durch Frost zugrunde gehen.

Beispiele für Kaltkeimer

Typische Kaltkeimer sind viele heimische Stauden, Kräuter und Gehölze:

  • Akelei (Aquilegia)

  • Enzian (Gentiana)

  • Schlüsselblume (Primula veris)

  • Pfingstrose (Paeonia)

  • Eisenhut (Aconitum)

  • Feldahorn (Acer campestre)

  • Christrose (Helleborus)

  • Waldmeister (Galium odoratum)

Diese Arten keimen oft erst Wochen oder Monate nach der Aussaat.

Für die praktische Durchführung der Aussaat siehe:
Aussaatanleitung für Kaltkeimer im Freien
Aussaatanleitung mit künstlicher Stratifikation im Kühlschrank